Lahic


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Brot, und es ist kein Zufall dass es dort haengt. Brot ist in Aserbaidschan heilig und darf als Werk Gottes nicht auf den Boden gelegt oder gar mit normalen Abfall entsorgt werden, was die Muellabfuhr doch in ein gewisses Dilemma stürzt.
Nach der doch etwas laengeren Fahrt zurück nach Baku musste ich erstmal meinen Durst loeschen und natürlich nicht irgendwo..
resim_7311778.. sondern im Cafe Mozart. Man darf sich mein Gesicht als sehr überrascht vorstellen, als ich  davorstand und den Namen auf der Markise las.
Baku ist aber nur Zwischenstation fuer eine Nacht in einem Internetcafe gewesen, das eigentliche Ziel hiess Lahic. Ein Dorf in den Bergen das sich vor etlichen hundert Jahren mangels geeigneter Weideflaechen auf Schmiedekunst spezialisiert hat und einer der wenigen Orten ist, wo man noch einen dem Farsi nahestehenden Dialekt spricht. Sollte dort angeblich ganz toll sein und es ist ohnehin auf meinem Weg nach Georgien gewesen.
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Die Zufahrt, mit den ersten der typischen alten Steinhaeuser und einer Bruecke die keine Zweifel daran laesst, dass sie nicht fuer Fussgaenger gemacht wurde. Die Stangen,die mich vor dem Sturz in die Tiefe bewahren haetten sollen, gingen selten hoeher,als zum Schienbein.
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Traue keinem Friseur,der mehr Haare auf der Brust als am Kopf hat. Nur spontan wie ich in dem Moment war, liess ich mich darauf ein und es war eigentlich ganz nett. Davon abgesehen, dass ich danach entfernt einem Hirtenjungen aehnelte..
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Eines der Siegerdenkmäler der roten Armee, mal abgesehen davon das ich etwas ueberrascht gewesen bin, soetwas in einem abgelegenen Dorf zu finden, dass nichteinmal zweitausend Seelen zaehlt, ist etwas daran recht seltsam. Man sieht es auch auf dem Foto.

Es ist der Matrose oder eher seine ueberdimensionalen Schleifen, die doch ziemlich an Othala erinnern. Es duerfte nur Zufall sein, aber es ist trotzdem merkwuerdig, ein Symbol der Waffen SS und der Hitlerjugend so prominent platziert auf einem Denkmal der roten Armee zu sehen.
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Das Dorf war ganz huebsch, aber ein Tag war mehr als genug und ich nahm den Bus, der wohl aus der Sowjetunion stammte, zurueck in den naechsten groesseren Ort,Ismayilli um von dort nach Sheki zu gelangen.

status: Bin gerade in Tiflis und davon abgesehen, dass mein Stadtteil jeden Tag etliche Stunden einfach ohne Strom ist, laeuft alles soweit ganz gut.

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