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Archiv für den Monat April 2009

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Ich weiss,was auf diesem Schild steht,es passt mir aber nicht und deswegen habe ich es veraendert,fantasievoll verschiebt sich ein Wort nur eine Zeile und macht mich gluecklich.

Dieser Nebel im Bild ist echt,gibt dem ganzen etwas andere Atmosphaere,als man auf dem Gipfel eines Berges erwarten wuerde und erklaert irgendwo auch das hier nicht nur ein Horrorfilm gedreht wurde. Aber an dem hat diese ehemalige Zuflucht der franzoesischen Eliten ohnehin genug erlebt und nachdem er zweimal verlassen wurde,steht dieser Komplex seit den siebziger Jahren auch leer,gepluendert von allem verwertbaren.
p4140550Man konnte stellenweise den Boden nicht mehr erkennen,wenn man am Dach stand,ist aber nicht immer so.Gelegentlich sieht man sogar bis zur ein dutzend Kilometer entfernten Kueste.Ansonsten gibt es natuerlich auch noch eine Kirche,konnte ja nicht sein,das man zur Sonntagsmesse wieder den Weg den Weg herunter machen musste.
p4140539Die Kirche beinhaltete auch eine Kueche und Toiletten,das und die massive Bauweise erklaert das eine Einheit der Khmer Rouge wochenlang Widerstand leisteten waehrend sie vom Hotel beschossen wurden,wovon heute noch unzaehlige Loecher in den Waenden erzaehlen. Davon abgesehen ist es natuerlich auch eine Ironie der Geschichte,das gerade eine Kirche den Menschen Schutz bot,die mit Gewalt alles religioese vernichten wollten.
Auf dem Weg hinunter hatte ich dann noch ein nettes Stelldichein mit der einheimischen Tierwelt,nach einem Besuch im Schlangenhaus von Sihanoukville glaube ich sogar zu wissen,was das ist,eine Pit viper/
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boeses Tier..
Ich hatte einen ganzen Tag am Berg verbracht und kam verflucht hungrig ins Guesthouse zurueck,oder wohl eher ins Paradies. Khmer New Year,Ende der Erntesaison, Weihnachten,Thanksgiving und Silvester in einem und das wurde mit einer hauseigenen Party gefeiert,Buffet und Freibier fuer jeden. Nun gut..ich war beidem sehr angetan,und nach dem dritten schmeckt das khmerbier auch gar nicht mal mehr so schlecht! Diese Party hat auch fuer das tote Rattenbaby in meinem Zimmer entschaedigt,das ich hinter der Tuer fand,nachdem es relativ geschmackvoll zu riechen begann.

Die naechste Station ist Sihanoukville gewesen,Kulturschock. Vom verschlafenen aber liebenswuerdigen Provinzstaettchen ins Lignano/koh samui/Mallorca Kambodschas. Nicht schoen,und deswegen war ich auch relativ schnell wieder auf meinem Weg nach Phnom Penh um mir das Visa fuer Laos zu besorgen,da Kambodscha aus welchem Grund auch immer das einzige Nachbarland ist,wo man dies nich bei der Ankunft erhaelt.
p4200002RushHour in der Hauptstadt,ein Vergnuegen. Etwa zweihundert Meter weiter hatte ich dann die Chance erste Hilfe zu leisten. Motounfall,ein regungsloser Mensch am Boden ausser einem Halbkreis von Schaulustigen tat sich nichts.Also bin ich runter von meinem eigenem Moto und zu dem Verletzten,um die Vitalfunktionen zu kontrollieren. Seine Atmung ist ziemlich flach gewesen,aber sie war da,Puls demnach ebenso und damit war meine groesste Sorge schonmal unbegruendet. Die Person lag auf dem Bauch,deswegen war es nicht so kritisch,aber ich sah trotzdem soweit moeglich in seinen Mund,und er hatte nicht erbrochen,Respirationstrakt war also frei.Soweit so gut,nur auf das,was danach kam,war ich nicht wirklich vorbereitet..
Von meinem Beispiel anscheinend ermutigt,knieten sich mehrere Leute zu dem Verletzten,darunter auch eine alte Frau und diese begann tatsaechlich,den immernoch Besinnungslosen mit einer gruenlichen Fluessigkeit einzureiben,um ihn dann zu massieren,und zwar nicht nur am Ruecken,sondern sogar am Hals. Um ehrlich zu sein,ich war fassunglos. Sie verstand natuerlich kein Wort Englisch,also habe ich ihre Hand da einfach weggenommen,was aber nur den Effekt hatte,das sie mir gegenueber ausfaellig wurde. Danach versuchte ich dann einem Passanten verstaendlich zu machen,das das was sie tut,das Opfer laehmen oder im Extremfall sogar toeten koennte,wenn seine Halswirbel verletzt sind,als sie zum Glueck verschwand. Die anderen drehten ihn dann,waehrend ich gerade noch seinen Kopf zu fassen bekam,um ihn stabil zu halten. Er hatte keine sichtbaren Wunden,was die erste positive Ueberraschung gewesen ist,ich hatte irgendwie anderes erwartet. Dafuer musste ich einem Kerl wortwoertlich auf die Finger klopfen,als er sich an der Uhr des Verletzten zu schaffen machte. Kurz darauf kam dann endlich der Rettungswagen,waren echt schnell,kann man gar nichts dagegen sagen und von diesem Moment an,sollte es nur besser werden. Immerhin waren das zwei uniformierte Sanitaeter. Tja,ich war naiv,sehr sogar.
Ohne sich den Verletzten naeher anzusehen,oder zumindestens nach dem bisherigen Ablauf zu fragen,nahmen sie ihn einfach an Haenden und Fuessen und trugen ihn den Wagen,wo er wie ein totes Tier auf die Trage geworfen wurde.
Als Westler greifst du dir an den Kopf  – und hoffst gleichzeitig niemals Hilfe dieser Art zu benoetigen..

Das ganze hat mir  einen Haufen Freude bereitet,auch wenn das vielleicht etwas makaber klingt.

Nachdem ich das Visa und das Busticket in den Nordosten Kambodschas in der Tasche hatte,hab ich den restlichen Tag ganz ruhig in meinem Guesthouse verbracht. Als zusaetzliches Feature hat es naemlich ein Boot,das als Terrasse dient.
p4200004Trockensaison? Der Himmel zog trotzdem zu und wenig spaeter regnete es in Stroemen. Dreimal darf man raten,wer kurz darauf mit freiem Oberkoerper auf dem Dach dieses Bootes stand und einfach nur gluecklich war.   Primal Scream.
p4210019Wasser in den Motorraum,etwas eigene Art der Kuehlung,  nach zwoelf langen Stunden kam ich dann schliesslich nach Ban lung. Weg vom Touristtrail,rein in den wilden Osten..

Fuer alle Menschen die nicht Moriz mit Vornamen heissen,Primal Scream ist eine Band und es war eine Anspielung auf ein nettes Lied namens „kill all hippies“.

Von Siam Reap bin ich nach Battambang,wo ich zwei entspannte Tage verbrachte,um dann im Backpackerghetto der Hauptstadt zu landen. Geplant war das allerdings nicht,zumindestens nicht so bald,nur koennen Sprachbarrieren manchmal halt doch etwas groesser sein,oder Gedaechtnisse schlechter,nachdem ich dem Fahrer des Busses eigentlich gesagt habe,wo ich hin will. Pursat,ich zeigte es ihm auf der Karte,er nickte,es schien gut. Als ich dann irgendwann auf mein GPS sah,waren wir bereits 50Km weiter,wenigstens diesmal kein Venedig Asiens fuer mich. Phnom Penh hat aber immerhin auch recht viel Wasser und ich fand ein Guesthouse direkt am Ufer,mit einem Boot das als Terrasse dient. Nachdem ich von Anfang wusste,das ich hier nur einen Tag bleiben werde,war das Programm dicht gesteckt,und der koenigliche Palast machte den Anfang. Dort wurde mir schnell klar,dass Kambodscha ein Land der Gegensaetze ist und das hier das koeniglich-dekadent-luxurioese Ende.
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Nein,es sind nicht nur diese zwei Gebaeude,es ist ein riesiges Areal gefuellt mit Kostbarkeiten wie der Silberpagode mit fuenftausend Fliesen zu je einem Kilogramm aus dem namensgebenden Material und einer heiligen Statue,geformt aus gruenem Smaragd.
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wenige Strassen entfernt ist die Welt dann wieder eine andere,wobei man der Fairheit willens sagen muss,das nur dieser Block derart abgefuckt aussah. Nach einem kurzem Aufenthalt im Nationalmuseum,naeherte ich mich recht schnell dem Abgrund. S-21,mittlerweile auch Tuol sleng genannt,nach der Schule,welche diese Gebaeude davor beheimate. Beide Bezeichnungen werden dem Ort allerdings nicht wirklich gerecht,wenn man weiss,was nach Year Zero,dem Ende des Buergerkriegs und der Machtuebernahme durch die Khmer Rouge,dort stattfand. Aus dem Gelaende dieser Schule wurde naemlich die zentrale Verhoer und Gefangenenstelle des „demokratischen Kambodschas“,wie man sich zu dieser Zeit nannte.Folter war taeglich Brot,aber wer dort hingelangte,war ohnehin schon im Begriff in eines der Massengraeber ausserhalb der Stadt geworfen zu werden.

Wer waren diese Khmer Rouge?
Urspruenglich eine maoistische Rebellengruppe,starteten sie nach dem erfolgreichen Ende des Buergerkriegs,die wohl radikalste Revolution seit Menschengedenken. Bereits einen Tag nach der Eroberung Phnom Penhs wurde damit angefangen,die Bewohner in laendliche Gebiete zu deportieren. Das Ziel war einen kommunistischen Bauernstaat zu errichten und wie fuer jede andere Diktatur auch,war Bildung gefaehrlich. Fuehrt naemlich fuer gewoehnlich zu Reflektion,Widerstand,Freiheit und anderen Unannehmlichkeiten. So geschah es dann das der Arzt und der Dichter ploetzlich irgendwo hunderte Km entfernt Reis anbauen mussten. Wenn sie Glueck hatten,manche wurden auch einfach exekutiert,vorallem wenn sie frueher in der Politik taetig waren. Doch die Evakuierung aller grossen Staedte war erst der Anfang in der erdachten Rettung vor den Klauen des Kapitalismus. Jetzt wurde damit begonnen,die traditionellen Strukturen aufzuloesen,Kinder wurden von ihren Eltern getrennt,und Familien auseinandergerissen,Religion verboten und Moenche hingerichtet. Nachdem man damit  diese zwei Fundamente der Gesellschaft zerstoert hatte,war es einfach,die Menschen durch ein System der Furcht zu kontrollieren.Nach diesem Grundsatz wurd wegen Nichtigkeiten bestraft,oft mit dem Tod und es funktionierte. Nennenswerten Widerstand gab es nicht,nachdem beim kleinsten Verdacht,sei es nur eine Brille als Symbol fuer Bildung, nach S-21 deportiert wurde,um auf diesen Ort zurueckzukommen.
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Eine Feindin der Revolution an ihrem letzten Lebenstag.
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Es ist auch jedesmal das selbe,spaetestens nach einem Jahr frisst die Revolution ihre eigenen Kinder. Diese Frau war mit einem hochrangigen Minister verheiratet,bis er schliesslich in Ungnade fiel. Ueberlebt hat dann weder sie,noch ihr Mann,noch der gemeinsame Sohn.
Das Ende brachte dann ein fataler Fehler,die Khmer Rouge forderten die ehemals verbuendeten Vietnamesen heraus und diese brachten das Regime im Jahr 1979  mit einer gross angelegten Invasion zu Fall.
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Eine Zelle mit dem Foto ihres letzten Bewohners der vor der Flucht seiner Bewacher noch an einer Zeugenaussage gehindert wurde.

Nach dieser Staette ging es dann stilgerecht auf die Killingsfields selbst,wo heute eine grosse Stupa der Graeuel gedenkt.
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geordnet nach Alter und Geschlecht ist sie bis zur Decke gefuellt und trotzdem bleibt es nur ein sehr kleiner Bruchteil der gefundenen Ueberreste.
Ich ging hinein und wurde von einer ruhigen stimmungsvollen Musik empfangen,als ich  einen gelben Schmetterling sah,der voellig unbekuemmert mehrere Meter ueber mir schwebte.Nun gut,das war wohl der spirituellste Moment,den ein Atheist erleben kann.

Bild zum Schluss:
ein niedlicher Kater vor dem koeniglichen Palast.
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Die Asche ueber mein Haupt fuer diesen flachen Humor..

Nach einem eintaegigen Zwischenstop in Bangkok ist Thailand erstmal Vergangenheit,und ich bin nicht wirklich ungluecklich darueber. Natuerlich war das Tauchen auf Koh Tao toll,das Meer um die Insel schien wie ein gigantischer Swimmingpool,das Wasser eisklar und die Korallenwelt farbenfroh,und der Tiefenrausch dreissig Meter unter der Oberfláeche,Nitrogen narcosis,tat das uebrige. Nach dieser Woche war ich gelinde gesagt fertig,jeden Tag 2-4 Tauchgaenge,Party in der Nacht, Diving class frueh morgens und es war einfach hart an der Grenze. Ach..wortkarg. Jedenfalls fuhr ich dann gestern mit Matt nach Siam Reap,genannt Paris Asiens und Tor zu den heiligen Staetten von Angkor Wat. Die Fahrt selbst war durchaus in Ordnung,auch wenn es ein Rip-off war,da der Bus eher nicht besonders toll gewesen ist,aber das war okay,nachdem ich das Ticket billig bekommen habe,wenn auch auf illegalem Wege. Matt und ich planten eigentlich den Regierungsbus zu nehmen und das Ticket direkt am Bahnhof zu kaufen,was allerdings leichter gesagt als getan ist. Das Problem ist das du keinem Tuktukfahrer sagen kannst,das du zum Bahnhof willst,weil er dich dort nicht hinbringen wird. Im Gegenteil,statt am Bahnhof wird man zur einer angeblich staatlichen Travelagency gekarrt,weil es dort billiger ist etc,vorallem aber nur,weil der Fahrer dafur Provision erhaelt. Nun gut,es lief halt so wie wir es erwartet haben,und wir entschieden nur mal Interresse halber zu schauen wieviel es kostet. 950baht,an die 20Euro und das war definitiv zuviel,noch dazu da Matt momentan Geldprobleme hat,und die Abzocke offentsichlich war. Wir brachten sie dann runter auf 800 und haben es schlussendlich genommen. Ich zahlte fuer uns beide und gab der netten Lady zwei TausendBahtscheine,doch als sie gerade aufgestanden war um das Rueckgeld zu holen,rief ich sie zurueck und gab es ihr genau,Matt redete irgendetwas und schlussendlich war sie verwirrt genug,um mir die 400Baht trotzdem zu geben. Ich hab sie nicht wirklich absichtlich betrogen,aber ich machte sie auch nicht darauf aufmerksam und war darauf bedacht,moeglichst schnell das Ticket zu bekommen und die Tuer hinauszufinden,bevor sie das eventuell merkt,was bedeutet,das ich eigentlich ein schlechter Mensch bin. Ich stellte mir halt die Frage,ob es verwerflich ist,einen Betrueger zu betruegen und meine Antwort lautete „nein“.

Die Fahrt bis zur Grenze war dann..Gaensehaut,und zwar nicht wegen der Air/condition die ewig zu kalt ist,irgendwie waren es dann doch eher die menschlichen Abgruende. Einer davon besetzte naemlich den Sessel neben mir,in Gestalt eines etwa 50Jaehrigen Amerikaners,der seit sieben Jahren in Asien lebt,auch eine mittlerweile geschiedene Ehe hintersich hatte. Dieser Mensch war ohne Zweifel sehr intelligent und bestimmend,ein Lehrer der fuer eine NGO gegen sexuellen Missbrauch von Kindern kaempft,soweit so gut. Nur als ich scheinbar irgendwann sein Vertrauen gewann,zeigte er mir ein Foto seiner Freundin mit der er verlobt ist,eine Thai. Lolitastyle,und auf meine Frage wie alt sie ist,forderte er mich auf zu schaetzen,sie schien mir wie mindestens 21 und dieser Mensch begann zu laecheln.. sechzehn. Und sie sind seit mehr als zweieinhalb Jahren verlobt,mit ein bisschen rechnen..Er erzaehlte auch,das sie erst einen Dolmetscher brauchten,um miteinander zu reden und das sie ihn liebt und er sie offiziell heiraten darf,wenn sie ihr achtzehnten Geburtstag hintersich gebracht hat. Und das ich soetwas auch tun soll,und ich mir irgendeine huebsche Thai oder noch besser,Khmer suchen soll,ihr vielleicht monatlich etwas Geld ueberweise und heiraten soll,wenn sie achtzehn ist und dass das die besten und ergebensten Ehefrauen ueberhaupt sind,die dir jeden Wunsch erfuellen.. Und es fiel mir wie die sprichwoertlichen Schuppen von den Augen,das klassische Klischee.Lehrer,Kinder,Armut,…und fuers Alibi sich sogar explizit dagegen engagieren..Abscheu und Hassgedanken.

Genug davon.
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Die Grenze,endlich.

Der Raum zwischen den beiden Checkpoints ist defacto rechtsfreie Zone,was den Effekt hat,das es zu einer Spielhoelle mit einem Casino nach dem anderen mutierte,nachdem man vor wenigen Jahren das Glueckspiel in weiten Teilen Kambodschas verbot.

Von der Grenze an,fuhr der Bus dann ins mehr als hundertfuenfzig Kilometer entfernte Siam Reap mit einem Durchschnittstempo von fuenfzig,trotz dieser schoenen asphaltierten Piste und einer Geschwindigkeitsbeschraenkung von mehr als 40 kmh darueber was mich sofort an diesen populaeren Trick erinnerte,wo man die Ankunft kuenstlich in die Nacht hinauszoegert und all die Fremden in ein bestimmtes Guesthouse karrt,in der Hoffnung,das sie anbetracht der Uhrzeit keine Nerven mehr haben,eine billigere und eventuell auch bessere Alternative zu suchen. Ich denke,das war auch der Fall,aber nun gut,wir haben trotdem eine gute Bleibe gefunden,4$/Nacht fuer ein drei Bettzimmer das wir mit einem Reisenden aus Suedafrika bewohnen und integrierten Bad,mitsamt Wanne und Toil;ette,Luxus..Warmwasser. Das hatte ich naemlich das letzte Mal vor etwa 1.5 Wochen und auch wenn mir eine kalte Dusche mittlerweile nichts ausmacht,Gewohnheit sei Dank,war es doch mal wieder schoen. Wir haben uns dann fuer 8$ pro Person ein Tuktuk mitsamt Fahrer fuer den gesamten heutigen Tag genommen,vorallem um Angkor Wat anzusehen,Abfahrt ist um 5.00 A.M gewesen..und ich dachte,das ich nach dem Bundesheer nie wieder um 4/30 in der Frueh aus dem Bett muss. Motivation war diesmal aber weit hoeher,und deswegen war es auch kein Problem. Nach zwanzig $ Eintritt und einer Wartereihe waren wir dann schlussendlich da,wir schienen jedenfalls nicht die einzigen Freaks zu sein,die freiwillig um die Zeit aufstehen.
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Der Maintempel von aussen und ein hungriges Tier.

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Ein Tor des Tempels und ein hungriger Mensch,der aber trotzdem gluecklich ist.
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und ein Teil von innen,ich will ein gottverdammtes Objektiv mit groesserer Perspektive!

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Apsara-Taenzerinnen,wurden wie Gottheiten verehrt,obwohl es allein in Angkor Wat mehr als sechshundert davon gab,als das Imperium v tausend Jahren auf dem Hoehepunkt seiner Macht gewesen ist. Nur..etwas an diesen Figuren ist sehr seltsam,sieht man es auf dem Foto? Es ist allen dieser Taenzerinnen gemeinsam,welche die Waende schmuecken,nicht nur an dieser.

Es sind die Brueste. Warum haben sie eine andere Farbe? Die Antwort ist banal,Schmutz von Maennerhaenden,Brust ist schliesslich Brust,warme Haut oder kalter Stein? Es scheint viele nicht zu interessieren.

Highlight war definitiv der Tempel von Bayon,er ist anders.
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„Ever get the feeling you’re being watched? More than 200 carved stone faces,thought to be portraits of the Khmer King Jayavarman VII,gaze down from the lofty towers of Bayon,giving you a distinct inferiority complex“ Lonely Planet.

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Eine Begegnung auf Augenhoehe.

Und natuerlich der Lara Croft Tempel,selten auch mal als Ta Prom bezeichnet.
Indiana Jones feeling inklusive,nachdem man mit etwas Geschick und Mut auch die Areale betreten kann,die normalerweise wegen Gefahren nicht fuer Touristen gedacht sind.
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Bis wir tiefer in die Nebengaenge des Tempels gelangten,war es ein konstantes Rennen gegenueber einer dreissigkoepfigen Gruppe koreanischer Pauschaltouristen,alle schoen stigmatisiert mit ihren orangen Baseballkappen,Peace Tours. Hier zum Glueck nicht auf dem Bild.

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der Tintenfisch,der diesen Teil der Mauer stuetzt. Es ist insofern ein Problem,da dieser Baum schon mehr als dreihundert Jahre alt ist,er aber seine Wurzeln nur an der Oberflaeche hat,was in der Trockensaison etwas fatal ist und den Baum allmaehlich zerstoert,da diese immer laenger werden. Toter Baum,zerfallener Tempel.

Im Anschluss wollte unser Fahrer dann auf die Shooting Range,Matt und der Suedafrikaner auch,also fuhren wir dorthin. Nun gut.. Es gab die ueblichen Verdaechtigen,eine etwas verrostete AK47,eine schoene M16,einen Granatwerfer,ein schweres Mg.. Ich werde in meinem Leben nur leider keine Waffe mehr anruehren,schon gar nicht freiwillig, ein lustiger Anblick war es aber trotzdem.

Bild zum Schluss,Gegenwart,neben mir im Internetcafe:
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Ein Kind und sein „Killerspiel“,wer die Map erkennt,bekommt einen Keks und eine Postkarte!